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Abschlussbericht Wissenschaftsnacht 2012

Rund 18.000 Besucher erlebten bei der 8. Bonner Wissenschaftsnacht spannende Vorträge, Diskussionen, Vorführungen, Konzerte und Kunst im Uni-Hauptgebäude, im Wissenschaftszelt auf dem Münsterplatz und an vielen weiteren Standorten. Im Mittelpunkt der Großveranstaltung stand, dass die Teilnehmer mit den Wissenschaftlern direkt ins Gespräch kommen konnten. Unter dem Motto „LebensWelten“ ging es in rund 80 Veranstaltungen und Präsentationen darum, wie sich die Ansprüche von Gesellschaft, Ökonomie und Umwelt miteinander vereinbaren lassen.

„Die Wissenschaftsnacht ist ein herausragendes Schaufenster für die außerordentlich reichhaltige Forschungslandschaft in unserer Region“, sagte Universitätsrektor Prof. Dr. Jürgen Fohrmann. „Die wieder sehr große Zahl an Teilnehmern zeigt das große Interesse. Durch die engagierten Präsentationen sprang der Begeisterungsfunke von den Wissenschaftlern auf die Besucher über.“ Trotz der Fußball-EM und des regnerischen Wetters bis kurz vor Beginn der Wissenschaftsnacht war die Beteiligung durch ein außerordentlich interessiertes Publikum sehr rege.

Die Wissenschaftseinrichtungen der Region präsentierten sich von 18 bis 24 Uhr im Universitätshauptgebäude, in den Uni-Museen, im Alten Rathaus, dem Münster und an weiteren Standorten. Das Wissenschaftszelt auf dem Münsterplatz hatte bereits ab 9 Uhr geöffnet und empfing auch schon am Donnerstag zahlreiche Besucher. Dort präsentierte unter anderem das Center for Economics and Neuroscience (CENS) und das Laboratorium für Experimentelle Wirtschaftsforschung der Universität Bonn, welche Rolle Vorlieben auf ökonomische Entscheidungen haben.

Ein Anziehungspunkt war die Live-Experiment-Show „KOPFBALL“ des WDR in Hörsaal 1. Die Besucherströme mussten durch die kostenlose Ausgabe von Einlasskarten geregelt werden. Gefragt war auch der Stand des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) und des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit der UN-Universität. Bei traditionellem äthiopischem Kaffee vermittelten die Forscher, wie sich Menschen für extreme Wetterereignisse durch den Klimawandel rüsten können. Exotische Tanzeinlagen bot die Gruppe Bolivia Unida im Arkadenhof. Das Archiv der Universität Bonn zeigte Spannendes zur Historie der Alma mater im Kontext der Zeitgeschichte und bot Führungen durch unbekannte Winkel des Stadtschlosses. Im Alten Rathaus trugen Wissenschaftler zum Thema „Leben und Überleben in fremden LebensWelten“ vor.

Kinder kamen im Akademischen Kunstmuseum der Universität Bonn bei einer Rallye und Führungen zur Lebenswelt der Götter auf ihre Kosten. Grundschüler konnten bei den Astronomen an einem Quiz teilnehmen und Botschaften von Außerirdischen entschlüsseln. Im Wissenschaftszelt waren Schülerscouts für die Jüngeren unterwegs, die zu ausgewählten Projekten führten. Im Bonner Münster waren Konzerte und Vorträge, in der Schlosskirche war die neue Klais-Orgel zu hören. Die Altamerika-Sammlung, das Ägyptische Museum, das Akademische Kunstmuseum und das Arithmeum boten eindrucksvolle Führungen durch ihre Sammlungen an. Ein Novum waren die Präsentationen der Sieger des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“, den in diesem Jahr die Universität Bonn erstmals ausrichtete.

Die Wissenschaftsnacht, die alle zwei Jahre stattfindet und immer viele Tausend Besucher anzieht, wird von der Stadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Ahrweiler finanziert und zusammen mit dem Deutschen Museum Bonn, dem Wissenschaftszentrum sowie der Universität Bonn und anderen Forschungseinrichtungen organisiert. Die Standorte der Präsentationen wurden diesmal im Hauptgebäude und in der Innenstadt über eine noch größere Fläche verteilt, um den Besucherstrom zu entzerren und ein entspanntes Flanieren in inspirierender Umgebung zu ermöglichen. „Das Konzept hat sich bewährt. Die Besucher verteilten sich auf die verschiedenen Standorte und konnten deshalb die Präsentationen und die Gespräche mit den Wissenschaftlern umso intensiver erleben und genießen“, sagte Dr. Andrea Grugel, Leiterin der Abteilung für Veranstaltungen und Identifikation der Bonner Universität.

„Das Besondere an der Bonner Wissenschaftsnacht ist, dass die Forschungseinrichtungen aus der ganzen Region nach Bonn kommen, um sich den Besuchern gemeinsam zu präsentieren“, ergänzte Gisela Nouvertné, die bei der Stadt Bonn für Wissenschaft zuständig ist. „Die Wissenschaftsnacht ist wichtig, weil sie zum einen die Vernetzung dieser Einrichtungen untereinander fördert. Zum anderen wird durch die vielen Gespräche der Forscher und Besucher die Wissenschaftsregion Bonn konkret und erlebbar.“*