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Präsentationen im Rahmen
der Bonner Wissenschaftsnacht 2018

Hinweis

Zu den einzelnen Präsentationen existieren kurze Beschreibungen. Diese sind bzw. werden in Kürze  hier bei den jeweiligen Präsentationen hinterlegt.

Während der Wissenschaftsnacht ist ein gedrucktes Programmheft am Infostand im Eingangsbereich kostenlos erhältlich.

Das Herz-Kreislauf-System von herzkranken Kindern

Abteilung für Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Bonn

Das Herz-Kreislauf-System übernimmt in unserem Körper die wichtige Aufgabe, das Blut über ein fein strukturiertes Gefäßsystem in Organe und Muskeln zu fördern. So wird sichergestellt, dass auch bei Hochleistung alle Zellen mit Sauerstoff versorgt werden. Das Herz ist dabei die körpereigene Pumpe, die den Druck des Blutes aufrechterhält. Was passiert jedoch, wenn das Herz nicht mehr pumpt, wie es eigentlich soll? Wie stellt man einen angeborenen Herzfehler bei Kindern fest und wie können wir einen solchen Fall behandeln?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die Kinderkardiologie am Uniklinikum Bonn. Um das Herz zu untersuchen, kommt bei Kindern oft dreidimensionale Echokardiographie zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Ultraschallaufnahmen des Herzens, die ungefährlich und in wenigen Minuten durchgeführt sind. Das Ergebnis sind 3D Bilder, mit Hilfe denen der Arzt diagnostizieren kann, wie gut die Pumpfunktion des Herzens ist. Liegt ein Herzfehler vor, lassen sich die meisten Krankheiten heutzutage mittels moderner Herzkathetertechnik behandeln. Bei schwerwiegenden Krankheiten kann es jedoch sein, dass der Eingriff in das Kreislauf-System zu einem neuen Gefäßsystem und Strömungsverhalten führt. Turbulenzen und hohe Drücke sind die Folgen, die ungewollte Komplikationen für den Patienten bedeuten können.

Es fragt sich, wie wir mit diesen neuen Kreisläufen und den kranken Herzen umgehen. Können Komplikation vermieden werden? Können wir Eingriffe planen oder den Einfluss von Medikamenten simulieren? Lässt sich ein Herzfehler berechnen? Um diese Fragen zu klären, beschäftigen sich Wissenschaftler der Kinderkardiologie mit Modellen des Kreislaufs basierend auf echokardiographischen Messungen, die den Blutfluss und Blutdruck abbilden. Als Ergebnis der Modellierung erhalten wir eine Approximation des patientenindividuellen Herzfehlers.

Berechnungen und Modelle von kranken Kreislauf-Systemen bieten einen wichtigen Einblick in den Körper des Patienten und die Möglichkeit einer individuellen und optimal angepassten Behandlung.

An unserem Stand bieten wir Informationsmaterial zum Thema Herz-Kreislauf-System. Dazu zählen ein physikalisches Modell des Herz-Kreislauf-Systems und ein interaktives Quiz, bei dem Wissen für Groß und Klein vermittelt wird.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude – Blaue Grotte

www.uni-kinderklinik-bonn.de

Kontakt: Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Bonn – Christian Winkler, christian.winkler@ukbonn.de

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Wirtschaft neu denken – mit Seeds Apparel, einer Initiative von Studierenden der Alanus Hochschule – Nachhaltigkeit im Warenkreislauf

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Der Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei  Bonn bietet seit über 10 Jahren Studiengänge unter dem Motto „Wirtschaft neu denken“ an. Ein Fokus liegt dabei auf nachhaltigem Wirtschaften. Die Initiative „Seeds Apparel“ von Studierenden aus den Fachbereichen Wirtschaft und Architektur entwirft Produkte – vor allem Kleidung – aus recycelten und ökologischen Materialien. Durch Workshops bei Festivals und Märkten machen Seeds Apparel darüber hinaus das Prinzip des Upcycling erlebbar: Scheinbar nutzlose Stoffe werden in neuwertige Produkte umgewandelt. Im Rahmen des Wissenschaftszeltes präsentieren Seeds Apparel  ihren Ansatz auf Schautafeln, zeigen (und verkaufen) Produkte wie zum Beispiel aus ausrangierten Wollpullovern hergestellte Mützen und laden Menschen ab sechs Jahren zu Siebdruck-Workshops ein. Weitere Informationen unter www.seeds-apparel.de

„Der Begriff Nachhaltigkeit ist seit Jahren allgegenwärtig. Wir stellen die Frage: Was bedeutet dieser Begriff überhaupt?“, so Bastian Kersting, BWL-Student und Mitgründer von Seeds Apparel. Für die Initiative beginne Nachhaltigkeit im Kopf. „Wir möchten mit unseren Produkten und Workshops dafür sorgen, dass ein breites Bewusstsein für Nachhaltigkeit entsteht und es realen Einfluss auf unser Leben nimmt“, so Kersting weiter. 

Am Stand der Alanus Hochschule präsentiert darüber hinaus der Fachbereich Wirtschaft sein Konzept der Ausbildung von zukünftigen Managern, die sich einer Wirtschaft verpflichtet fühlen, die dem Menschen langfristig dient, und eine studentische Initiative stellt den Weg der Alanus Hochschule zur Fair Trade-Universität vor.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

https://www.alanus.edu

Kontakt: Alanus Hochschule
             Dr. Julia Wedel/ Tatjana Fuchs, julia.wedel@alanus.edu / tatjana.fuchs@alanus.edu

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Natürliche Ressourcen und Konflikte – „Teufelskreise" durchbrechen und Ernährungssicherheit herstellen

BICC (Bonn International Center for Conversion GmbH)

Das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) beteiligt sich an der Wissenschaftsnacht 2018 mit der Vorstellung des Modul 4 „Ressourcen und Konflikte" des digitalen Informationsportals „Krieg und Frieden" , das das BICC für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) entwickelt hat.

Beispielsweise sind Kakaobaum und Ölpalme wichtige landwirtschaftliche Handelsgüter auf dem Weltmarkt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese natürlichen Ressourcen Konflikte beeinflussen können. Der Verkauf dieser Rohstoffe finanziert in manchen Fällen Konflikte und verlängert dadurch ihre Dauer – ein „Teufelskreis" entsteht. Angebaut werden sie vor allem in tropischen Regionen, wo sie wenig dazu bei tragen, die Ernährungssicherheit vor Ort zu stärken.

Den Besucherinnen und Besuchern des Standes stehen alle Informationen über interaktive Karten zum Abruf bereit. Diese interaktiven Karten werden durch Grafiken und Texte ergänzt. Die digitale Präsentation von Daten und Fakten richtet sich insbesondere an Lehrende, Lernende und Studierende aber auch andere politisch Interessierte. Die interaktiven Komponenten des Website-Moduls sollen nicht zuletzt auch die kritische Reflexion politischer Prozesse fördern.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude - Garderobenhalle

sicherheitspolitik.bpb.de

Kontakt: Bonn International Center for Conversion

Susanne Heinke, heinke@bicc.de 

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Schicht für Schicht zum Stein auf Stein

Deutsches Museum Bonn

Entdecken, Lernen und Forschen unterliegen einem Kreislauf: Auf eine Beobachtung folgt ein Frage, dann eine Idee für eine Antwort, die man dann teilweise experimentell untersucht. Auf die Reflektion der Ergebnisse folgen wieder weitere Fragen und so weiter. Im Wissenschaftszelt zeigt das Deutsche Museum Bonn als außerschulischer Lernort für naturwissenschaftlich-technische Bildung Ausschnitte aus seiner Vermittlungsarbeit. Zum Beispiel: Was hat 3D-Druck mit LEGO® zu tun und wie baut man Schicht auf Schicht die berühmten bunten Bausteine mit den Noppen?  Mit eigenem Drucker  und spannenden Objekten werden aus der aktuellen Sonderausstellung »Stein auf Stein – Bausteinwelten aus LEGO® Bausteinen aus der Sammlung Lange« präsentiert.

Längst ist der 3D-Druck als  Produktionsverfahren alltagstauglich geworden. Dabei wird  ein Bauteil auf der Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten durch das Ablagern von Material schichtweise aufgebaut. Man bezeichnet dies daher auch als »Additive Fertigung« sie gilt als ein wichtiges Element der sog. »Industrie 4.0« und zeigt dort ihre Stärken, wo die konventionelle Fertigung an Grenzen stößt. Sie ermöglicht einen „design-driven manufacturing process“, bei dem die Konstruktion die Fertigung bestimmt – und nicht umgekehrt. Sie gestattet höchst komplexe Strukturen, die gleichzeitig extrem leicht und stabil sein können.

Wie zum Beispiel ein Quader mit 8 Noppen oben und 3 Röhren unten, auch bekannt als LEGO® Baustein. Der hat seinen ganz eigenen Kreislauf: von der Schachtel auf den Teppich, zusammengebaut, auseinandergebaut, in den Staubsauger oder unter das Sofa, dort gerettet und rausgeholt und wieder bereit zum Einsatz.

Auch das im 3D-Drucker des Deutschen Museums Bonn verwendete Material durchläuft einen Kreislauf: Es heißt Polyactid (PLA), besser bekannt als Polymilchsäure. Diese hat den Vorteil, biologisch abbaubar zu sein. Durch Wärmezufuhr kann man PLA verformen, was genau so im 3D-Drucker geschieht, Schicht für Schicht. Dieser Kunststoff lässt sich, wie alle so genannten »Thermoplaste«, auch wieder einschmelzen und beliebig oft wieder verformen.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.deutsches-museum-bonn.de

Kontakt: Deutsches Museum Bonn
              Dr. Andrea Niehaus, a.niehaus@deutsches-museum-bonn.de

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Der europäische Wald im Klimawandel – wie man ihn nutzen und schützen kann

European Forest Institute EFI

Das European Forest Institute (EFI) forscht zu zahlreichen Fragen des Waldes und der Forstpolitik in Europa, aber auch darüber hinaus. Aktuell in der Gesellschaft diskutiert wird die Rolle des Waldes im Klimawandel. Viele Menschen wissen, dass Bäume Sauerstoff produzieren, aber weniger bekannt ist ihre Bedeutung für den Kohlenstoffkreislauf.

Gleichzeitig ist Holz ein wichtiger nachwachsender Rohstoff, der nicht nur Plastik, sondern auch fossile Brennstoffe sowie Stahl und Beton ersetzen kann. So spielt der Wald eine zentrale Rolle in der sogenannten „zirkulären Bio-Wirtschaft“, deren Ziel es ist, aus den vorhandenen nachwachsenden Ressourcen deutlich mehr Wertschöpfung bei weniger Abfall zu ziehen. Während der Bonner Wissenschaftsnacht werden ForscherInnen vom European Forest Institute erläutern, wie groß der Einfluss der Wälder auf das Klima und die Umwelt ist – und wie man den Wald schützen, aber auch sinnvoll nutzen kann. Hierzu haben wir auch ein Quiz vorbereitet.

Herzlich willkommen!

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.efi.int/resilience

Kontakt: European Forest Institute Bonn - Gesche Schifferdecker, gesche.schifferdecker@efi.int

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Klimaprojekt des Gymnasium Tannenbusch

Virtual-Reality-Installation zum Thema Höhenangst

Angst ist die natürliche Reaktion des Menschen auf Gefahren. Andererseits können in Folge einer schweren traumatischen Erfahrung sogenannte Angsterkrankungen bzw. Angststörungen entstehen. Hierzu zählen Krankheitsbilder wie die Panikstörung oder phobische Neurosen wie Agoraphobie oder soziale Phobien.
Ein Therapieansatz besteht in der Konfrontationstherapie. Hierbei soll sich der Betroffene durch das geschützte Wiedererinnern an die traumatische Situation gewöhnen. Genau an dieser Stelle können innovative Virtual-Reality (VR)-Technologien die Therapie entscheidend unterstützen.

Das Potential liegt für uns in der realistischen Simulation von traumatischen Situationen mittels multisensorischer Stimulation im Zusammenspiel mit einer immersiven Umgebung, beispielsweise basierend auf sog. Head-Mounted Displays (Videobrille). Durch die Einbindung visueller, akustischer, taktiler und olfaktorischer Reize hat der Proband die Möglichkeit, vollständig in die virtuelle Umgebung eintauchen zu können.

Diese Plattform sehen wir als sehr geeignet für die Expositionstherapie an. Dazu möchten wir mit Partnern diese Therapie, basierend auf dynamischer Adaption der Stimuli durch physiologische Messungen und Rückkopplung, entwickeln. Unser System kann multisensorische und kontextrelevante Auslöser in Echtzeit liefern, um das entsprechende Trauma zu simulieren, u.a. basierend auf den physiologischen Eigenschaften des Probanden.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

http://ivc.h-brs.de

Kontakt: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Informatik, Institut  für Visual Computing
              Herr Prof. Dr. Hinkenjann, andre.hinkenjann@h-brs.de

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Das Problem des Handlungsreisenden – Finde den kürzesten Rundweg!

Hausdorff Center for Mathematics

Jeder Rundweg eines Reisenden durch mehrere Orte ist ein Kreislauf – ein Weg mit gleichem Anfangs- und Endpunkt. In dem berühmten Problem des Handlungsreisenden („Traveling Salesman Problem“) möchte man die Gesamtstrecke eines solchen Rundweges minimieren, indem man die Reihenfolge der Städte optimiert.

Eine solche Optimierung ist nachhaltig – sie spart Zeit und Energie.Mit einer zunehmenden Zahl von Zielen wächst die Zahl der möglichen Routen rasant an. Schon bei 15 zu besuchenden Städten gibt es 43 Milliarden Möglichkeiten. Exakte Lösungsverfahren sind bei steigender Zahl der Städte nicht mehr möglich; man benötigt stattdessen effektive Näherungsverfahren. Am Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik, einem Institut des Hausdorff Zentrums für Mathematik der Universität Bonn, werden u. a. solche neuen Optimierungsverfahren entwickelt.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.hcm.uni-bonn.de/de/german-version


Kontakt: Hausdorff Center for Mathematics, Universität Bonn - Stefan Hartmann, stefan.hartmann@hcm.uni-bonn.de

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Stammzellen als Knochenersatz in der regenerativen Medizin

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Die Stammzellgruppe von Professor Dr. Edda Tobiasch an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg untersucht die Signalwege bei der Differenzierung adulter Stammzellen in Richtung Knochen- und Fettgewebe sowie den blutgefäßbildenden Zelltypen.

Mithilfe der sog. purinergen Rezeptoren – einer seit vielen Generationen erhaltenen Rezeptorfamilie –  und synthetischen Liganden sollen Möglichkeiten gefunden werden, um der Atherosklerose zuvorzukommen oder risikoarmen patientenspezifischen Knochenersatz herzustellen.

In einem neuen Projekt widmet sich die Arbeitsgruppe von Frau Professor Tobiasch der weit verbreiteten Krankheit Osteoporose und prüft die Effektivität neuer Medikamente sowie mögliche Folgen der Behandlung auf die Stammzelldifferenzierung.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.h-brs.de/de/prof-dr-edda-tobiasch

Kontakt: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Gentechnologie und Zellkultur - Prof. Dr. Tobiasch - edda.tobiasch@h-brs.de

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Projekt RE(H)STRAIN – „REsilience of the Franco-German High Speed TRAIn Network“

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg – Physik, Statistik und Messtechnik

 

RE(H)STRAIN ist ein Verbundprojekt deutsch-französischer Partner, das zum Ziel hat, die Verwundbarkeit des schienengebundenen Hochgeschwindigkeitssystems (ICE, TGV)  als Teil der kritischen Infrastruktur „Verkehr“ vor dem Hintergrund terroristischer Bedrohung sowie die Ableitung von Maßnahmen zur Verbesserungen der Sicherheit zu untersuchen.

Der Beitrag des Instituts für Sicherheitsforschung (ISF) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist es, eine Testumgebung zu realisieren, mit der Personen und Gepäck im Zugangsbereich von Bahnhöfen oder Zügen berührungslos auf bestimmte gasförmige Explosivstoffe sowie radioaktive Substanzen, als Bestandteil von sog. „dirty bombs“, kontrolliert werden können. Als Exponat ist das Labormuster eines Gefahrstoffdetektionsportals ausgestellt.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.h-brs.de/de/rehstrain


Kontakt: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg - Physik, Statistik und Messtechnik - Prof. Dr. Kaul, peter.kaul@h-brs.de

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Campus to world: Eine Innovation Mall für das Wissen

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg – Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) baut als „Innovative Hochschule“ mit ihrem Projekt Campus to World in den kommenden fünf Jahren die bestehenden Aktivitäten im Forschungs- und Wissenstransfer aus.

Mit dem Projekt vernetzt sich die H-BRS mit dem regionalen und überregionalen Umfeld und passt sich neuen Ansprüchen in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft an. Zentrales Element von Campus to World ist die „Innovation Mall“: Sie steht gleichermaßen für einen physischen wie virtuellen Ort des Netzwerkens und Austausches, der den Transfer aus der Hochschule hinaus wie in sie hinein ermöglicht.

Sechs Teilprojekte setzen diese Vorhaben in der Praxis um:

Information Desk: Diese zentrale Vertriebsstelle vernetzt die Forschungsschwerpunkte Sicherheitsforschung, Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit und Energie mit externen Partnern.

Forum Verantwortung: Ein ausgewähltes Kollegium führt gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern den Diskurs über die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft.

Transfer in der Sicherheitsforschung: Mit einem BiometrieLab unter anderem zur Abwehr von Identitätsdiebstahl und Cyberkriminalität sowie einem Showroom für Detektionsforschung etabliert sich die Hochschule als Partner der Sicherheitsbehörden (wie dem BSI) und der einschlägigen Industrie.

Showroom Visualisierung: Neue Visual-Computing-Lösungen unterstützen den regionalen Mittelstand durch gezielte Informationsvermittlung und -präsentation, z.B. bei der Anpassung an die Anforderungen der Industrie 4.0.

Kommunale Innovationspartnerschaften (KIP): Gemeinsam mit einer Kommune der Region wird ein Toolkit entwickelt, das positive Wirkungen der Hochschule in den ländlichen Raum hinein verlängert. Diese Strategien sollen anschließend auch auf andere Kommunen und Regionen übertragen werden.

CitizenLab: In Kooperation mit dem Wissenschaftsladen Bonn sowie dem Forschungszentrum Jülich wird entlang der Idee der Bürgerwissenschaft der Kontakt zur Zivilgesellschaft auf dem Campus (FabLab), außerhalb des Campus (WorldLab) und über digitale Medien (CommunicationLab) ausgebaut.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.h-brs.de/de/campus-to-world


Kontakt: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Zentrum Wissenschafts- und Technologietransfer
              Natascha Buhl, natascha.buhl@h-brs.de

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Haut vergisst nicht! Die UV-Kamera bringt Sonnenschäden ans Licht

Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung IFA


Sobald die ersten Sonnenstrahlen da sind, sitzen wir wieder im Freien und genießen das angenehme Gefühl von Wärme auf der Haut  – gerne in T-Shirt, kurzer Hose oder Rock. Auch auf Baustellen, im Gartenbau oder bei anderen Tätigkeiten im Freien fallen buchstäblich die Hüllen. Am Wochenende lockt der Badesee, und auf dem Rad und im Cabrio ist die Sonne ebenfalls hoch willkommen. Denn sie tut dem Menschen ja schließlich gut. Oder doch nicht?

Dieser Frage möchte das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam mit den Besuchern und Besucherinnen der Bonner Wissenschaftsnacht nachgehen. Eine einfache Aufnahme mit unserer UV-Kamera macht versteckte Hautveränderungen durch Sonne sichtbar.
Tatsache ist: Sonne fördert unser alle Wohlbefinden. Sie kurbelt die Vitamin D-Produktion im Körper an. Und Vitamin D brauchen wir für viele Stoffwechselprozesse, von Knochengesundheit bis Muskelkraft. Wir fühlen uns einfach fitter damit.

Dieser buchstäblich heilsame Effekt ist das Ergebnis ultravioletter (UV) Strahlung im Sonnenlicht. Doch genau die wird uns auch rasch zum Verhängnis, denn UV-Strahlung schädigt – oft unbemerkt, aber immer nachhaltig - unsere ungeschützte Haut.

Wichtig auch: Sonnenschutz ist nicht erst nötig, wenn sich bereits der Sonnenbrand anbahnt. Denn die UV-Strahlung schadet bei jeder Bestrahlung - egal wie lange - den elastischen Fasern unserer Haut und sogar den Erbinformationen der Hautzellen. Die Folgen sind Faltenbildung und ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs.
Schauen Sie am IFA-Stand vorbei und prüfen Sie gemeinsam mit unseren Fachleuten, wie pfleglich Sie mit Ihrer Haut umgehen. Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Sonnenschutz – ob in der Freizeit oder im Beruf.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude – Blaue Grotte

www.dguv.de/ifa


Kontakt: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)

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Partizipative Regionalentwicklung – auf Feldforschung

Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Abtl. Kulturanthropologie/Volkskunde

‚Bürgerdialoge‘, ‚Beteiligungsprozesse‘, ‚Zukunftslabore‘ – so und noch anders lauten die Schlagwörter und Methoden der partizipativen Regionalentwicklung. Im LEADER-Programm der Europäischen Union sollen BewohnerInnen ländlicher Räume „bottom-up" Projekte für ihre Region entwickeln, wie z.B. einen mobilen Jugendtreff, eine Plattform für Nachbarschaftshilfe oder eine Streuobstinitiative.

Diese Ideen werden dann von einer lokalen Aktionsgruppe bestehend aus regionalen VertreterInnen der Kommunen, Vereinen oder Wirtschaftsunternehmen bewertet, von der Bezirksregierung beschlossen und von der EU schließlich finanziert. Doch stellt sich die praktische Umsetzung von EU-Regionalentwicklungsprogrammen wirklich als ein solch unproblematischer und runder Kreislauf dar? Was passiert, wenn eine Bewohnerin z.B. vorschlägt, in ihrem Dorf einen Mehrgenerationenpark zu bauen, um einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen? Mit wem kommt sie in Kontakt, was muss sie alles wissen und können und was entsteht Neues durch das LEADER-Programm?

Anhand dieses Beispiels wollen wir die kulturanthropologische Kernfrage des DFG-geförderten Projekts „Partizipative Entwicklung ländlicher Regionen“ ergründen: Wie wirken sich EU-Regionalentwicklungsprozesse auf die alltägliche Lebenswelt der Beteiligten aus? An unserem Stand gehen Sie zur Beantwortung dieser Frage(n) mit uns auf „Feldforschung“: Sie vollziehen das Forschungskonzept nach, üben die Erhebungsmethode der „teilnehmenden Beobachtung“ und hören in Interviews, was BewohnerInnen ländlicher Regionen über das EU-Programm sagen. Schließlich können Sie sich selbst in der digitalen Auswertung der Feldforschungsdaten erproben und Forschungsergebnisse zur Regionalentwicklung in der Hand halten. 
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen EU-Politik und Alltag zu thematisieren und kulturanthropologische Zugänge zu erproben. Somit treten wir selbst in Aushandlung mit der Policy und werden „partizipativ“ Teil der Regionalentwicklung.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.LEADER-Forschungsprojekt.uni-bonn.de


Kontakt:  Institut für Archäologie und Kulturanthropologie,
                Abtlg. Kulturanthropologie/Volkskunde
               Jun.-Prof. Dr. Ove Sutter, ove.sutter@uni-bonn.de

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Nicht alles läuft rund beim Wasserkreislauf – einige Problemzonen aus geographischer Perspektive

Institut für Geographie, Universität Bonn

Viele Teilprozesse des Wasserkreislaufes finden auf oder nahe der Erdoberfläche statt. Die Geographie untersucht unter anderem den Einfluss des Wassers auf die Erdoberfläche. Hier wirken sich die verschiedenen Aggregatzustände des Wassers unterschiedlich auf Strukturen und Prozesse aus. Einige Ausschnitte dar aus werden in der Wissenschaftsnacht beleuchtet.

Auftauprozesse von Eis im Geröll können gefährliche Rutschungen zur Folge, die Reduktion von Verdunstung führt zum Temperaturanstieg, Bodenverdichtungen verändern Versickerung und Abfluss. Das sind nur einige Beispiele, die den Zusammenhang von Mensch und Umwelt verdeutlichen. Poster, Filme und Experimente geben Einblicke in die geographische Forschung.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude - Garderobenhalle

www.geographie.uni-bonn.de

Kontakt: Geographisches Institut Universität Bonn – Apl. Prof. Dr. Manfred Nutz, nutz@uni-bonn.de

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BMBF – Verbundprojekt „HyReKa"- Wie verbreiten sich antibiotikaresistente Bakterien durch unser Abwasser?

Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universität Bonn

Antibiotikaresistente Darmbakterien werden über Toiletten und Abwasser in die Umwelt eingetragen, vermehren sich bzw. überleben dort oder übertragen Gene auf andere Mikroorganismen. So können Menschen zum Beispiel nach dem Kontakt mit Gewässern mit resistenten Bakterien besiedelt werden. Im Krankenhaus wird es dann schwierig, eine Infektion mit Antibiotika zu behandeln.

Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit leitet ein Forschungsprojekt, an dem Wissenschaftler, Wasserver- und -entsorger, Industrie und Behörden beteiligt sind, um die Gefährdung der Bevölkerung besser einschätzen zu können.

Die Ausbreitung resistenter Erreger über Abwässer aus Krankenhäusern, Siedlungen, Tiermast- und Schlachtbetrieben sowie aus Flughäfen wird untersucht und geeignete Gegenstrategien erarbeitet .

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude - Schlosskirchenplatz

www.hyreka.net

Kontakt: Institut für Hygiene und Öffentliche Gesun dheit der Universität Bonn Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner – martin.exner@ukb.uni-bonn.de 

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Wie funktioniert Anästhesie? – Keine Narkose ohne Kreislauf!

Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn

Viele Operationen werden in einer Vollnarkose durchgeführt, wobei der Patient tief schläft und keine Schmerzwahrnehmung hat. Hierfür spritzt der Narkosearzt bestimmte Medikamente, die im Gehirn wirken und eine Narkose herbeiführen. Die Kunst besteht darin, diese Medikamente richtig zu dosieren, wobei der Arzt durch moderne Technik unterstützt wird. Mittels einer computer-gesteuerten Spritzenpumpe lässt sich die Medikamentendosis berechnen die erforderlich ist, um eine bestimmte Konzentration des Narkosemittels im Gehirn zu erreichen.

Wir sind Narkoseärzte und präsentieren Ihnen, wie eine computergesteuerte Spritzenpumpe funktioniert und eingestellt wird. Diese ist mit einer Simulationspuppe und einem Laptop verbunden. Damit zeigen wir, wie ein Patient einschläft und wie die Schlaftiefe erhöht und verringert werden kann.

Die Anästhesiologie, das heißt die Kunst der Narkoseführung, ist eine angewandte Naturwissenschaft mittels der wir zeigen können, wie mathematische Verfahren von der Multiplikation über die Exponential- bis hin zur Differentialrechnung einen direkten Einfluss auf die Medizin haben. Weiterhin zeigen wir, wie wir die Funktionen des Blutkreislaufes gezielt nutzen, um einerseits Narkosen durchzuführen und andererseits rätselhafte Phänomene erklären zu können.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.kai.uni-bonn.de


Kontakt: Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn
        Prof. Dr. med. Martin Söhle, martin.soehle@ukbonn.de

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Kreisläufe in der Archäologie: Vom antiken Wassermanagement bis hin zur saisonalen Weidewirtschaft

Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts KAAK

Die Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen mit Sitz in Bonn ist eine Zweigstelle des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). Letzteres wurde 1829 in Rom gegründet mit dem Ziel der Erforschung antiker Denkmäler. Nach der Übersiedlung nach Berlin kam es in der Folge zur Gründung von Abteilungen in Rom und Athen, später in Madrid, Istanbul, Kairo, Bagdad und Teheran. Der Arbeitsbereich umfasste nun alle antiken Kulturen des Mittelmeerraumes, des Nahen und Mittleren Ostens und des Niltales. Nördlich der Alpen kamen die Römisch-Germanische Kommission in Frankfurt und die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik in München hinzu.

1979 wurde mit der Gründung unserer Kommission der Schritt in eine globale Archäologie getan, die die Erforschung der gesamten zeitlichen und räumlichen Dimension der Menschheit zum Ziel hat. Die Forschungsfelder der Kommission liegen in Mittel- und Südamerika, in Nord- und Südostasien, in Afrika und in Ozeanien. Das zeitliche Spektrum reicht von frühmenschlichen Fundstellen bis ins zweite nachchristliche Jahrtausend. Globale Archäologie ist multidisziplinär und umfasst auch die Digitalisierung wichtiger Funde und Stätten, Wissenstransfer und umfangreiche Datenbanken.

Vorgestellt werden die weltweit gestreuten archäologischen Projekte der Kommission – gegenwärtig in der Mongolei, in Sri Lanka, Vietnam und Kambodscha, auf den Salomonen und der Osterinsel, in Ekuador, Honduras und in Südafrika. Kreisläufe finden sich in der Archäologie in vielfältiger Weise: bei den spätnomadischen Gesellschaften im mongolischen Orchontal etwa finden sich Kreisläufe in Form wiederkehrender wirtschaftlicher Aktivitäten wie der Nutzung der saisonal wechselnden Weideplätze oder die Ausbeutung mariner Ressourcen als Nahrungsgrundlage bei postklassischen Gesellschaften im heutigen Honduras.

Kreisläufe sind darüber hinaus wichtige Faktoren in der Besiedlungsgeschichte prähistorischer Inselstaaten wie beispielsweise auf den Südseeinseln der Salomonen. Sie manifestieren sich in regelmäßigen interinsularen Kontakten in Form von Tauschhandel und soziokulturellen Verbindungen und Abhängigkeiten. In technischer Hinsicht finden sich Kreisläufe z.B. im nachhaltigen Abwassermanagement des antiken Sri Lanka.
Die laufenden Projekte werden anhand von Postern und einer digitalen Diashow vorgestellt. Die Wissenschaftler/innen sind anwesend und beantworten gerne Ihre Fragen. Zudem wird Informationsmaterial zum Deutschen Archäologischen Institut und zur Bonner Theodor-Wiegand-Gesellschaft verteilt.
Für Kinder und Jugendliche werden Programmpunkte angeboten.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.dainst.org/standort/kaak-bonn

Kontakt: Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des
              Deutschen Archäologischen Instituts
              Dr. Andreas Reinecke, Email: andreas.reinecke@dainst.de
              Susanne Schlegel, M.A., Email: susanne.schlegel@dainst.de

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Metereologische Kreisläufe und Naturgewalten

Metereologisches Institut, Universität Bonn

Wasser in allen drei Phasen spielt eine entscheidende Rolle in unserem Wetter und Klima. Daher müssen Wettervorhersage- und Klimamodelle den Kreislauf des Wassers mit Verdunstung, Wolken und Niederschlagsbildung, Versickerung im Boden, Grundwasser und Abfluss in Bäche und Flüsse berücksichtigen.

Niederschlag entsteht aus Wolken, die selbst meist über die Abkühlung von Luft beim Aufsteigen unter Mitwirkung von Staub und Pollen erzeugt werden. Damit aus Wolken Niederschlag entsteht, wird in unseren Breiten aus Wolkentropfen meist erst einmal Eis. Niederschlag am Boden kann je nach den Umständen direkt wieder in die Luft verdunsten, im Boden versickern oder einfach abfließen und in Rinnsalen, Bächen und Flüssen dem Meer zufließen. Sickerwasser im Boden kann wieder in die Luft verdunsten, von Pflanzen aufgenommen werden und über deren Blätter verdunsten oder ins Grundwasser absinken. Das Grundwasser selbst kann in die Bäche entwässern oder wieder nach oben steigen und den Boden befeuchten und so fort.

Um diese Wege des Wassers nachzurechnen brauchen wir leistungsstarke Rechner aber auch das Wissen der momentanen Verteilung des Wassers in unserer Umgebung. An unserem Stand zeigen wir interaktive Experimente entlang des Wasserkreislaufs zum Mitmachen, aktuelle Radarmessungen und Vorhersagen des Niederschlags und einen sog. Stormchaser-Anhänger mit speziellen Messgeräten zur Verfolgung und Dokumentation von Unwettern.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude

www2.meteo.uni-bonn.de


Kontakt: Meteorologisches Institut, Universität Bonn
              Prof. Dr. Clemens Simmer, csimmer@uni-bonn.de

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Molekülkino: Kreisläufe aus der Chemie am Computer sichtbar machen

Mulliken Center für Theoretische Chemie, Universität Bonn

 

Wir sind ein Arbeitskreis aus der (Theoretischen) Chemie, der mittels Berechnungen am Computer von Flüssigkeiten Probleme der Nachhaltigkeit in der Chemie zu lösen versucht. Dabei ergeben sich die unterschiedlichsten Kreisläufe, wobei die wichtigsten im Folgenden dargestellt werden sollen.

  1. Flüssigkeiten sind bei fast allen Prozessen in der Chemie als Lösungsmittel der zu reagierenden Stoffe vorhanden und sind der Schwerpunkt unserer Forschung. Da Flüssigkeiten ein hohes Gefahrenpotential bei der Herstellung vieler Materialien darstellen, erlaubt uns unsere Forschung stark an Problemen der Nachhaltigkeit in der Chemie zu arbeiten. Konkret beschäftigen wir uns mit den Elektrolyt-Lösungen in Solarzellen oder Batterien und deren Optimierung. Es geht darum, den Kreislauf „Ladungsprozess" häufig zu ermöglichen, d.h. Komponenten, z.B. Elektrodenbeschichtung, sollen sich nicht zersetzen.
Sehr passend ist auch unsere Beteiligung an dem Horizont 2020-Projekt der EU, welches sich mit dem Kreislauf „Recycling"(Wiedergewinnung) von Metallen aus Abfällen beschäftigt. Hierzu ist es besonders wichtig, Mischungen von Flüssigkeiten zu analysieren und sichtbar zu machen, denn oftmals muss das Metall aus der einen Flüssigkeit in eine andere übertragen werden.

  2. Innerhalb unserer Arbeitsabläufe existieren ebenfalls Kreisläufe: Wir arbeiten zum Beispiel mit Prof. Dr. Tom Welton zusammen, der am Imperial College in London den ersten Lehrstuhl für Nachhaltige Chemie besitzt. Eine seiner Beobachtungen im Experiment wirft eine Fragestellung auf, die mit anderen experimentellen aber auch immer mehr mit theoretischen Methoden aufgeklärt werden soll. Haben wir das experimentelle Problem verstanden, können wir daraus neue Reaktionen, Verfahren, etc. entwerfen, wodurch wir früher oder später eine neue Beobachtung machen und somit zur Lösung der Fragestellung beitragen. Dieser Kreislauf „Fragen und Verstehen" rückt uns immer näher an die Lösungen der großen Probleme der Nachhaltigen Chemie heran und bringt vor allem ständig neue Innovationen hervor.

  3. Prinzipiell besteht unser kompletter Arbeitsalltag aus Kreisläufen. Neben den Kreisläufen zur Lösung der Probleme der Nachhaltigen Chemie, ist auch die Vermittlung von Wissen, die Lehre, ein Kreislauf. Wir schreiben Skripte, halten Vorlesung und vermitteln so unser Wissen an Wissbegierige (Studenten), die irgendwann anderen Wissbegierigen dieses Wissen vermitteln.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude - Säulenhalle

www.chemie.uni-bonn.de/pctc/mulliken-center/kirchner

Kontakt: Mulliken Center für Theoretische Chemie, Universität Bonn

Roman Elfgen, elfgen@thch.uni-bonn.de

Prof. Dr. Barbara Kirchner, kirchner@thch.uni-bonn.de

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Krisen aushalten und gestalten – Resilienz im Lebenszyklus

Syst. Theologie und Hermeneutik, Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Bonn

Unter dem Titel „Resilienz und Spiritualität“ gibt es seit 2014 eine interdisziplinär zusammengesetzte Forschungsgruppe (Medizin, Psychologie, Philosophie, Evangelische und Katholische Theologie) unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Richter, in deren Arbeit wir gerne Einblick geben möchten: „Resilienz“ wird dabei als die Fähigkeit verstanden, Krisen auszuhalten und zu gestalten. Solche Krisenprozesse verlaufen nicht geradlinig, sondern sind in den Lebenszyklus eingebunden, so dass von einem Kreislauf von Krise und Resilienz gesprochen werden kann. An unterschiedlichen Punkten im Lebenszyklus sind unterschiedliche Krisen (größerer und kleinerer Art) virulent und werden unterschiedlich verarbeitet. Auf der Bonner Wissenschaftsnacht möchte die Projektgruppe gerne mit den Besuchern  an ihrem Stand ins Gespräch kommen und durch interaktive Methoden die Themen „Resilienz und Krisen“ veranschaulichen und

a) mit einer Vorstellung von Bildern und Narrativen zur Resilienz und einem „Voting“, welche Texte Menschen in welchem Lebenszyklus und in welcher Lebenssituation besonders ansprechen

b) einem spielerisch gestalteten Test zur eigenen Resilienzfähigkeit; sowie

c) der Möglichkeit zur Befragung und Diskussion mit den Mitgliedern der Projektgruppe nutzen. Die Anregungen aus dem Kontakt mit den Besuchern und Besucherinnen  der Wissenschaftsnacht würden von der Projektgruppe in ihre Forschungsarbeit aufgenommen werden.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude – Blaue Grotte

https://www.etf.uni-bonn.de/de/ev-theol/institute/systematische-theologie/personen/lehrstuhl-richter/forschungsschwerpunkte/resilienz-in-religion-und-spiritualitaet/resilienz-in-religion-und-spiritualitaet


Kontakt: Syst. Theologie und Hermeneutik, Evangelisch-Theologische Fakultät
              Cornelia Richter, cornelia.richter@uni-bonn.de

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Natur in der Stadt

Wissenschaftsladen Bonn

In verschiedenen Projekten zeigt der Wissenschaftsladen Bonn zusammen mit den Geographischen Instituten in Bonn und Bochum sowie engagierten Bonnerinnen und Bonnern, wie das Wissen aus Theorie und Praxis zu zukunftsweisender Anwendung gebracht werden kann. Dabei geht es um regionale Kreisläufe in der Produktion von Nahrungsmitteln, um die Veränderung des Mikroklimas durch den Klimawandel sowie um die Potenziale von Grünflächen in der Stadt.

Erfahren Sie mehr über städtische Agrikultur, wie kleinräumige Aquaponikanlagen gebaut werden, wie wir durch Begrünung die Auswirkungen des Klimawandels puffern können und welche Gruppen in Bonn bereits in diesen Feldern aktiv sind.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

http://klimalandschaften-nrw.de/

https://staedtische-agrikultur.de/

Kontakt: Wissenschaftsladen Bonn
              Dr. Anke Valentin, anke.valentin@wilabonn.de

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Bioökonomie zum Probieren

Zentrum für Entwicklungsforschung ZEF, Universität Bonn

Bioökonomisch zu denken heißt, die Kreisläufe der Natur zu kennen und für die Energiewirtschaft, die Nahrungsmittel-, Papier- und Textilindustrie oder auch Chemie und Pharmazie nicht nur zu nutzen, sondern auch im Sinne von Umwelt- und Ressourcenschutz zu erhalten“. So steht es auf der Website des nationalen Bioökonomierats. Auch das Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) befasst sich in mehreren Forschungsprojekten weltweit mit verschiedenen Aspekten von Bioökonomie, denn das Thema wird auch für Entwicklungsländer immer wichtiger.

Dies ist vor allem in Afrika der Fall, wo nach Schätzungen der Vereinten Nationen bis 2050 fast zwei Milliarden Menschen südlich der Sahara leben werden – doppelt so viele wie im Jahre 2010. Angesichts des großen Bevölkerungswachstums und der jetzt schon spürbaren Folgen des Klimawandels gelingt es diesen Ländern nicht, ausreichend Nahrungsmittel nachhaltig zu produzieren. Es müssen also Wege gefunden werden, um die Nahrungsmittelproduktion zu verbessern, ohne Ressourcen zu zerstören. Auch müssen innovative Verarbeitungsprozesse das Einkommen von Kleinbauern steigern, um sie weniger anfällig für Krisen zu machen. Beispielsweise können etwa ungenießbare Maniokschalen als Zuchtmedium für Pilze dienen, die gute Preise erzielen. Das Gleiche gilt für die Weiterverarbeitung von Kochbananen zu Mehl oder von Maisabfällen zu Bio-Öl.

Aber auch Insekten als Proteinlieferant für Nahrungsmittel sind für afrikanische Länder eine Möglichkeit mit eigenen Rohstoffen bzw. Quellen gegen qualitative und quantitative Nahrungsmängel vorzugehen.

Probieren Sie bio-ökonomisch Essbares und informieren Sie sich über viele weitere Aspekte der weltweiten Bioökonomie am ZEF Stand in der Wissenschaftsnacht.

Wo zu finden: Universität, Hauptgebäude - Garderobenhalle

www.zef.de


Kontakt: Zentrum für Entwicklungsforschung
              Alma van der Veen, aveen@uni-bonn.de

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Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft

Als Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und Wissenschaft im Dialog (WiD) widmet sich das Wissenschaftsjahr 2018 dem Thema „Arbeitswelten der Zukunft“. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung Künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Welchen Einfluss haben soziale und technische Innovationen auf die Berufe von übermorgen? Unter dem Motto „Erleben. Erlernen. Gestalten.“ werden Bürgerinnen und Bürger im Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelten zu beteiligen.

Wo zu finden: Wissenschaftszelt, Münsterplatz

www.wissenschaftsjahr.de

Kontakt: Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr / familie redlich AG -Fanny Rothe, f.rothe@wissenschaftsjahr.de

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